Partnerstädte

Die Stadt Kamen pflegt freundschaftliche Kontakte zu verschiedenenStädten im In- und Ausland.
Viele Kontakte sind bereits vor Jahrzehnten, z.B. mit Ängelholm/Schweden (40 Jahre Kamen –Ängelholm Partnerschaftsfest in Ängelholm vom 19.-22.4.2018), Eilat/Israel, Montreuil-Juigné/Frankreich (50 Jahre Kamen – Montreuil-Juigné Partnerschaftsfest in Montreuil-Juigné vom 10.-13.5.2018) oder Unkel am Rhein, entstanden. Weitere Partner- und Freundschaften wurden in den zurückliegenden Jahren mit Beeskow in Brandenburg, Bandirma in der Türkei und Sulecin in Polen geschlossen.

Bürgerreisen füllen die Beziehungen mit Leben. Die Verwaltung organisiert jährlich Reisen in die verschiedenen Partnerstädte. Eine gute Gelegenheit für Kamener Bürgerinnen und Bürger ihre Partnerstädt kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen.

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Ansicht des Strandes von Ängelholm, SchwedenDie Stadt Ängelholm wurde gegründet 1516 vom dänischen König Kristian II, hat jedoch ihren historischen Ursprung in der mittelalterlichen Stadt Luntertun bei Rönnebro. Als Überbleibsel dieser mittelalterlichen Stadt ist nur noch eine Kirchenruine zu sehen. In Ängelholm leben heute etwa 35.000 Einwohner. Die Stadt liegt 26 km nördlich von Helsingborg, in der schwedischen Südprovinz Schonen (= Skane), einer reizvollen Landschaft mit Kirchen und Kornmühlen.
 
Ängelholm ist geschätztes Urlaubsziel für Touristen aus nach und fern. Aufgrund der hervorragenden Bade- und Erholungsmöglichkeiten wurde Ängelholm als Seebad mit einem 5 km langen Sandstrand und mit den größten Dünen im Lande sehr bekannt. Ängelholms Umgebung mit Küstenlandschaften bietet dem Besuch vieler sehenswerte Ausflugszeile und reiche Naturerlebnisse.
 
In Ängelholm befinden sich Ferienhausssiedlungen in Stadtnähe, ein Waldgebiet mit gut angelegten Rad- und Wanderwegen, Schwimmhallen, eine Eishalle, Bootshafen und sogar ein 18-Loch-Golfplatz. Auch für den Sportangler gibt es hier keine Grenzen, denn Meer, Fluß oder Binnensee, alles liegt in unmittelbarer Nähe.
 
Kamen und Ängelholm sind durch eine langjährige Freundschaft verbunden. Bereits im Jahre 1956 wurden die ersten Kontakte zwischen Handballern des VfL Kamen und des Sierra Ängelholm geknüpft. Nachdem sich diese Beziehungen immer mehr ausweiteten, erfolgte im Jahre 1965 ein erster offizieller Besuch einer Delegation der Stadt Ängelholm in Kamen. Die freundschaftlichen Kontakte wurden weiter ausgebaut. Im Jahre 1968 kam es zum Austausch der Freundschaftsurkunden zwischen Ängelholm und Kamen. Damit war der Grundstein gelegt, die Freundschaft zwischen Ängelholm und Kamen noch weiter zu vertiefen. In der Folgezeit entwickelten sich immer engere Kontakte in den unterschiedlichsten Bereichen (Sport, Kultur, Berufsleben). Nach 10jähriger enger Verbindung mit der Stadt Kamen wurde auf Anregung der Stadt Ängelholm am 20. September 1978 vom Rat der Stadt Kamen einstimmig beschlossen, die offizielle Partnerschaft mit Ängelholm zu vollziehen.
 
Der gegenseitige Austausch der Urkunden erfolgte am 16.10.1978 während einer Sitzung des Rates der Stadt Ängelholm. Inzwischen ist die Städtepartnerschaft in fast allen Lebensbereichen fest verankert. In jedem Jahr finden Austauschmaßnahmen zwischen Vereinen, im Jugendbereich und auf privater Basis statt. Konzertreisen nach Ängelholm werden von vielen Musikgruppen und Chören durchgeführt. Mit der Zeit entstehen immer wieder neue Projekte, z.B. Austauschmaßnahmen zwischen den Volkshochschulen, den Musikschulen und den Feuerwehren. Ängelholm und Kamen sind bemüht, den bestehenden Kontakt auszubauen und neue Kontakte zu schaffen. Es ist Inhalt der Partnerschaft, dass sich Menschen beider Städte treffen, Freundschaft schließen und die Partnerschaft somit lebendig bleibt.

Der kleine Fischerhafen von Bandirma, Türkei Die - nach offiziellen Angaben - 100.000-Einwohner-Stadt in der Westtürkei, ist seit 1999 die 6. Partnerstadt Kamens. Gelegen an der Südküste des Marmarameeres, im Rücken das Levent-Gebirge, vorgelagert die Halbinsel Kapedagi, gehört Bandirma, dessen Ursprünge in das 8. JH vor Christus zurückreichen, dem gleichnamigen Landkreis an, der in der Provinz Balikesir liegt. Die Provinz ist in 18 Unterbereiche eingeteilt, Bandirma besteht als Landkreis aus drei größeren Städten und 35 Dörfern auf 599 000 Quadratkilometern. Bandirma liegt an der Canakkale-Bursa-Ankara-Straße sowie der Zug- und Autoroute Istanbul-Izmir, außerdem verkehren täglich Fähren nach Istanbul. Auf dem nahe gelegenen Militärflughafen, der für NATO-Übungen genutzt wird, soll ein öffentliches Terminal eingerichtet werden. Neben der Industrie wird durch die Nachbarstädte Erdek und Gönen der Tourismus stark gefördert.

Erste Kontakte zwischen Kamen und Bandirma wurden bereits 1987 geknüpft, als eine türkische Schülerin des Städtischen Gymnasiums Kamen zurück in ihre Heimatstadt Bandirma zog und von dort aus den Austausch zwischen dem Kamener Gymnasium und dem Gymnasium in Bandirma anstieß, indem sie zunächst Freundinnen und Freunde aus Deutschland privat einlud und später den Kontakt auf das türkische Gymnasium ausdehnte. Tragischerweise verlor diese Schülerin kurz nach dem Aufleben der Besuche bei einem Autounfall ihr Leben. Für beide Gymnasien war gerade dies Anlass, die Kontakte aufrechtzuerhalten und auszubauen.

Die Schülerinnen und Schüler beider Städte besuchen sich seitdem regelmäßig und im Jahr 1997 wurde der offizielle Antrag des türkischen Bürgermeisters auf eine Partnerschaft mit Kamen gestellt. Noch im selben Jahr besuchte eine Delegation aus Bandirma die Stadt Kamen und im Rahmen dieses Besuches wurde auf dem Marktplatz die offizielle gemeinsame Erklärung der Bürgermeister beider Städte unterzeichnet.

Es folgten Besuche und Gegenbesuche von Kamener Delegationen und natürlich wiederum von Schülerinnen und Schülern der beiden Gymnasien in Bandirma und Kamen, bevor am 25.01.1999 die offizielle Partnerschaftsurkunde vor 100 geladenen Gästen in Bandirma unterzeichnet wurde.

Es besteht ein reges Interesse von türkischer als auch von deutscher Seite an Besuchen der jeweiligen Partnerstadt. Es fanden bis heute drei Bürgerreisen in die Türkei statt. Regelmäßige Austausche bestehen zwischen Unternehmern, Rotariern und Schülern.

 Bandirma

Der 'Bergfried' von Beeskow, BrandenburgDie Stadt Beeskow in Brandenburg entstand Mitte des 13. Jahrhunderts am Spreeübergang der alten Straße von Lebus nach Luckau. Die im 14./15. Jahrhundert erbaute Stadtmauer wurde zwischenzeitlich teilweise restauriert, ihr markantester Punkt und gleichzeitig Wahrzeichen der Stadt bildet der mächtige Luckauer Torturm.

Die heutige Kreisstadt Beeskow mit seinen ca. 9.000 Einwohnern liegt 80 km südöstlich von Berlin und damit nur wenige Kilometer entfernt von Frankfurt/Oder direkt an der Spree.

Mit seinen zahlreichen Seen, ausgedehnten Kiefernwäldern, forstlichen Versuchsrevieren und Landschaftsschutzgebieten bietet das Beeskower Land viel Natur pur. Eingerahmt wird es im Nordwesten von der Storkow-Scharmützelsee-Kette, im Westen von der Beeskower Hochfläche und den Rauenschen Bergen (148 m). Nordöstlich grenzt das Beeskower Land an das Schlaubetal. Bestimmt wird der gesamte Mittel- und Nordostteil vom Flusslauf der Spree.

Erste Kontakte zwischen Beeskow und Kamen entstanden im Jahr 1990, als die Stadt Beeskow mit einem Partnerschaftsangebot an die Stadt Kamen herantrat. Nach ausführlichen Beratungen wurde am 12.02.1990 in Beeskow und am 04.03.1990 in Kamen nach einem ersten Treffen von Kamener und Beeskower Parlamentariern der jeweils einstimmige Ratsbeschluss gefasst, eine Partnerschaft zwischen Beeskow und Kamen einzugehen. Mit diesem Beschluss entstand eine Freundschaft, die vor allem im privaten Bereich eine breite Basis gefunden hat. Zahllose Bekanntschaften sind im Laufe der Jahre entstanden und viele Freundschaften entstanden aus ersten Begegnungen zwischen Vereinen und Verbänden beider Städte.

Kontakte bestehen zwischen Rat und Verwaltung der Partnerstädte, im wirtschaftlichen Bereich zwischen den Unternehmern und den Landwirten, aber auch im Sport- und Kulturbereich, z.B. im Leichtathletikbereich. So wurde 1990 ein Staffellauf nach Beeskow durch das Brandenburger Tor in Berlin durchgeführt. Weitere Kontakte entstanden z.B. zwischen Handballern, Reitern, Tennisspielern, Orchestern und Chören.

Regelmäßig reisen Delegationen aus Kamen zum Stadtfest nach Beeskow; umgekehrt besuchen alljährlich Einwohner der brandenburgischen Partnerstadt das Kamener Altstadtfest. Eine Partnerschaft also, die sich im positivsten Sinne des Wortes "verselbständigt" hat.

 

Eilat, Israel, vom Meer aus Eilat liegt am nördlichen Ufer des Roten Meeres (Golf von Eilat), am Fuß hoher Granitberge mit einer herrlichen Aussicht auf die umliegende Landschaft:

Das blaue Wasser des Golfs mit der jordanischen Hafenstadt Aqaba im Hintergrund, das weite Arava-Tal, die Edon-Berge im Osten und die Eilat -Berge im Westen. Das Wetter ist angenehm und ziemlich warm, auch während des Winters. Die Wassertemperatur beträgt konstant 25 Grad. Ein Unterwasserobservatorium bietet einen Blick in die Korallenwelt des Roten Meeres. Im Hinterland befindet sich eine großartige Wüste mit vielen Touristenattraktionen.

Das Gebiet wurde 4000 v. Chr. Zum ersten Mal besiedelt. Die erste jüdische Ansiedlung geschah während der Herrschaft König Salomons. Die Entwicklung der modernen Stadt begann mit der Befreiung im Jahr 1949. Seit dieser Zeit hatte die Stadt eine rasche Entwicklung genommen. Heute gehört Eilat mit seinen 40.000 Einwohnern zur internationalen touristischen Szene; Charterflüge bringen Tausende von Urlaubern jährlich hierher, so dass der Tourismus die Haupterwerbsquelle der Stadt geworden ist.

Im Mai 1980 tauschten Eilat und Kamen die Partnerschaftsurkunden aus. Erste Kontakte zwischen Kamen und Eilat entstanden im Jahre 1977 durch einen Besuch von Jugendgruppenleitern des Stadtjugendrings Kamen in Eilat und dem damit eingeleiteten Austausch mit dortigen Jugendgruppenleitern. Die Beziehung wurde gefestigt und zu engen Bindungen und vielen Freundschaften weiterentwickelt. Im Jahre 1979 teilte Eilats Bürgermeister bei einem Besuch in Kamen mit , dass der Stadtrat von Eilat einstimmig beschlossen habe, Kamen die offizielle Städtepartnerschaft anzutragen. Nicht nur Rat und Verwaltung, auch alle Kamener Bürgerinnen und Bürger fühlten sich durch diese Geste Eilats ausgezeichnet und in den Bemühungen um Freundschaft, Verständigung und Aussöhnung mit anderen Völkern ermutigt und bestärkt. Der Rat der Stadt Kamen beschloss am 13. Dezember 1979 einstimmig, eine offizielle Partnerschaft mit der israelischen Partnerstadt Eilat einzugehen. Diese Städtepartnerschaft ist von dem Grundsatz geprägt, dass die Partnerschaft von den Begegnungen zwischen den Menschen lebt, Freundschaften geknüpft werden und somit die Menschen auch andere Mentalitäten, Verhaltensweisen und Lebensarten kennen- und verstehen lernen. Zum und im Zeichen der Partnerschaft finden Begegnungen zwischen Schülern, Sportvereinen, Gesangsvereinen und Chören, Jugendgruppenleitern, Gewerkschaften und Bürgern statt. Außerdem hat sich im Jahr e1996 in Kamen der "Freundeskreis Shalom Eilat e.V." gebildet, der durch aktive Partnerschaftsarbeit die Verbindungen zwischen Eilat und Kamen weiter fördert.

Obwohl Eilat eine Stadt ist, die im Touristengewerbe stark gefragt ist, finden die Kamener Besucher immer eine herzliche Aufnahme und individuelle Betreuung.

 

Das Rathaus von Montreuil-Juigné, Frankreich Ein positives "Ergebnis" der Partnerschaft zwischen Montreuil-Juigne und Kamen ist die Eheschließung zwischen Delphine Maud Martine Audoin und Thomas Traunecker. Im Beisein ihrer Familien gab sich das glückliche strahlende Paar im Kamener Standesamt das Ja-Wort.

Delphine besucht Kamen bereits seit ihrem achten Lebensjahr regelmäßig - immer in den Ferien war sie Gast der Familie Born in Heeren-Werve. Im Juli 1997 siedelte sie dann endgültig nach Kamen über. Im ehemaligen Musikhaus Goms traf sie ihren jetzigen Ehegatten, der dort beruflich zu einem Kundenbesuch weilte. Und Thomas "traf" es wahrlich sofort. Wurden seine Bemühungen zunächst durch einen Urlaub unterbrochen, hatte sein Werben bereits kurze Zeit später Erfolg. Nun konnte er Delphines Freundin, die sie ihm mit den Worten vorstellte: "Hier ist meine Freundin Delphine!" antworten: "Meine Freundin ist sie auch!" Wir wünschen dem Paar viel Glück für den gemeinsamen Lebensweg. Möge er so dauerhaft und stets aufs Neue interessant und lebendig sein wie die Städtepartnerschaft Montreuil-Juigne und Kamen.

Montreuil-Juigné liegt 10 km nördlich von Angers, der Hauptstadt des Departements Maine-et-Loire. Im Jahre 1974 schlossen sich die Gemeinden Montreuil-Belfroy und Juigné -Béné aus wirtschaftlichen Gründen zur Gemeinde Montreuil-Juigné zusammen. Heute hat Montreuil-Juigné 8.000 Einwohner. Der Hauptteil der Bevölkerung von MJ arbeitet in der Nachbarstadt Angers. Haupterwerbsquellen in MJ sind die Aluminiumverarbeitung, die Landwirtschaft und das Dienstleistungsgewerbe.
Gäste sind in MJ immer gern gesehen. An der Mayenne, dem kleinen Fluß, der durch MJ fließt, befinden sich ein Campingplatz und ein Schwimmbad. Die Umgebung von MJ, das nahegelegene Loiretal mit zahlreichen Schlössern und die Stadt Angers bieten interessante Besichtigungs- und Besuchsmöglichkeiten.
Erste Kontakte zwischen den Bürgermeistern von Kamen und Montreuil-Belfroy entstanden im Jahre 1965 auf einem Treffen ehemaliger deportierter Zwangsarbeiter in Dortmund. Zunächst bestand die irrige Annahme, daß Montreuil-Belfroy (2.000 Einwohner) und Kamen (20.000 Einwohner) Städte gleicher Größenordnung seien. Dieser Irrtum klärte sich bald auf, konnte jedoch die angeknüpfte Freundschaft nicht trüben. So kam es dazu, dass in Größe, Einwohnerzahl und Struktur so
unterschiedliche Städte eine Partnerschaft begründeten.
Am 19. Dezember 1968 beschlossen der Rat der Stadt Kamen und der Rat der Gemeinde Montreuil-Belfroy einstimmig, die Partnerschaft miteinander einzugehen. Der Austausch der Partnerschaftsurkunden erfolgte im Jahre 1969 in Montreuil-Belfroy.

Die Ziele dieser Partnerschaft sind unter anderem die Festigung bestehender und der Aufbau neuer Kontakte, die Förderung
der Verständigung zwischen den Völkern und die Vertiefung des Gedankens an ein vereintes Europa.
In diesem Sinne wurde nach dem Zusammenschluß der Gemeinden Montreuil-Belfroy und Juigné-Béné auch von der neu entstandenen Gemeinde MJ die Partnerschaft zu Kamen weiter gepflegt und ausgebaut.

Es finden in jedem Jahr zahlreiche Partnerschaftsmaßnahmen statt: z.B. Schüler-, Sportler- und Behindertenaustausch,
Austausch zwischen Landwirten, Altenheimbediensteten, Polizisten, Chören und Musikgruppen.

Jeweils am Himmelfahrtswochenende treffen sich Kamener und Montreuiler Vereine und Gruppen zum
gegenseitigen Austausch. Langjährige Beteiligte sind die Landwirte, die Musikschule, die Grundschüler, die katholische Kirchengemeinde, Behinderte uvm..

Schon traditionell findet im September jeden Jahres eine "Kamener Tag" in Montreuil-Juigné genannte Veranstaltung statt. Von Donnerstag bis Sonntag besuchen die Kamener ihre französischen Freunde. Die Kamener errichten einen deutschen Bierstand, das sogenannte "Café de Kamen" und bieten deutsche Spezialitäten an. Das Partnerschaftskomité aus Montreuil-Juigné organisiert bunte Abende nd einen Tagesausflug. In den vergangenen Jahren haben die Kamener it ihren französischen Partnern die Seebäder am Atlantik, das Loirestädtchen Saumur, die Japansichen Gärten in Cholet sowie die eine oder andere Weinprobe im Anjou erlebt.

 

Die Folkloregruppe aus Sulecin, Polen Die über 10.000 Einwohner zählende polnische Stadt Sulecin liegt im Tal des Flusses Postomia, des linken Nebenflusses der Warthe. Die Stadt Sulecin liegt im grenznahen Gebiet , ca. 120 km östlich von Berlin, 140 km südlich von Stettin und 130 km westlich von Posen in der Lubuser Wojewodschaft auf der Ostseite der Oder. Zwei international bedeutende Straßen durchqueren den Kreis Sulecin: die Straße Nr. 2 Berlin - Warschau und die Straße Nr. 133 Berlin - Posen.

Sulecin hat sich aus einer alten slavischen Siedlung, an einem Handelsweg entwickelt, der von Poznan nach Lubusz führte. 1138 blieb sie mit dem gesamten Lebuser Land in der Herrschaft der schlesischen Fürsten. 1241 wurde Sulecin erstmals in einem Dokument erwähnt - 1244 bereits als Stadt. 1249 verkaufte der schlesische Fürst Boleslaw Rogatka das Lebuser Land den brandenburgischen Markgrafen. 1269 wurde die Stadt im Kampf Brandenburger gegen Polen zerstört. Nach dem Templerorden (bis 1314) waren die Johanniter bis zu ihrer Auflösung 1810 Herrscher in der Stadt.

Viele berühmte Persönlichkeiten besuchten Sulecin - so machten die napoleonischen Truppen zum Beispiel 1806 bis 1814 hier Station.
Mitte den 19. Jahrhunderts förderte man in Gegend um Sulecin Torf und Braunkohle - eine Brikettfabrik entstand. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt die Stadt einen Eisenbahnanschluß. Bis zum zweiten Weltkrieg entwickelte sich Sulecin zum Zentrum der Holzindustrie. Damals zählte die Stadt 6500 Einwohner.
Seit der Besetzung vom 02. Februar 1945 durch die Rote Armee ist Sulecin eine polnische Stadt. Die Haupterwerbsquellen der Stadt sind die Holzindustrie, Landwirtschaft und Tourismus.

Die herrliche Landschaft rund um Sulecin wird auch als "Suleciner Schweiz" bezeichnet. Umliegende Hügel, ausgedehnte Kiefern-,Buchen- und Mischwälder, sowie die malerischen und fischreichenSeen der Lebuser Seenplatte bilden zusammen ein echtes Paradies für Jäger, Angler, Wanderer und Radfahrer. Über 300 km Radwege befinden sich im "Uroczysko Lubniewsko".
Höhepunkt für alle Radfans ist das jährlich im September stattfindende internationale Treffen der Radfahrer.
An den bisherigen Veranstaltungen beteiligten sich Radfahrer aus unterschiedlichen Regionen Polens, aus Brandenburg und Berlin (hoffentlich bald auch aus Kamen).

Eine ebenfalls jährlich stattfindende Attraktion sind die Suleciner Tage vom 01. -03. Mai mit einer Laufveranstaltung (gestartet wird über verschiedene Strecken max. 10 km). Das überregional beliebte Volksfest lädt seine Besucher zu einer dreitägigen Riesenfete mit viel Musik und Unterhaltung ein.
Nach 1945 wurde Sulecin Sitz der Kreisbehörde. Bereits im April 1995 wurde durch den Verein inter pares, Deutsch.Polnischer Arbeitskreis e.V., angeregt, dass die Stadt Kamen Kontakt mit einer polnischen Stadt suchen soll damit auf diesem Wege durch einen lebendigen Austausch eine Städtefreundschaft entstehen kann. Anlässlich eines Arbeitsgespräches in Kamens Partnerstadt Beeskow zwischen Vertretern der Stadt Kamen und der Stadt Beeskow im Juli 1996, wurde auch über eine Kontaktaufnahme mit der polnischen Partnerstadt von Beeskow , Sulecin gesprochen.

Nach mehreren Kontaktaufnahmen zu Sulecin, die zwischenzeitlich u.a. durch die Kamener Brieftaubenzüchter aber insbesondere auch durch die Schüler der Carlo-Schmidt-Gesamtschule, die mit der Albert-Schweizer-Schule Beeskow und dem Lyzeum Sulecin gemeinsame Projekte erstellten, entstanden,erfolgte im Juli 2000 ein erstes Treffen zwischen den beiden Bürgermeistern in Sulecin.
Zur feierlichen Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde durch die Bürgermeister aus Beeskow, Sulecin und Kamen , Fritz
Taschenberger, Stanislav Kubiak und Manfred Erdtmann reiste eine Delegation Kamener Ratsvertreter vom 02. -05.05.2002 nach Sulecin.

Zahlreiche deutsch-polnische Begegnungen haben in den vergangenen Jahren die Partnerschaft mit Leben erfüllt. Neben den jährlichen Treffen der offiziellen Stadtvertreter zu den jeweiligen Stadtfesten, fanden Treffen zwischen Jugendvolleyballern, Radfahrern und Pfadfindern statt.

 

Unkel schutzengelhaus Mittlere Webansicht Unkel liegt in Rheinland-Pfalz, ca. 60 km südlich von Köln. Der Ort wird erstmalig im Jahre 886 urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich gehen seine Ursprünge jedoch noch weiter zurück. Ursprünglich von 2 Flußarmen umflossen, von denen heute nur noch einer existent ist, liegt Unkel direkt am Rhein. Erst im Jahr 1952 erhielt die heutige Stadt Unkel ihre im Jahre 1815 verlorengegangenen Stadtrechte zurück.

Sie ist außerdem die erste Stadt im Land der Reben und Wälder, eben Rheinland-Pfalz.Eingerahmt vom Rhein auf der einen, dem Westerwald und dem Eifelgebiet auf der anderen Seite, eingebettet zwischen dem Kranz des Siebengebirges und dem Basaltmassiv des Erpeler-Ley, liegt Unkel in viel unversehrter Natur, mit Wegen und Promenaden, die zum Wandern und Verweilen einladen.

Direkt an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen gelegen, bietet sie Erholungssuchenden und kulturell Interessierten aus beiden Bundesländern Ruhe, Erholung und vieles mehr. Durch ihre räumliche Lage ist sie gleichzeitig erste Station im Weinbaugebiet des Mittelrheins.

Mit etwas mehr als 5.000 Einwohnern bildet der Ort die kleinste Partnergemeinde Kamens. Erste Kontakte entstanden bereits Mitte der 70er Jahre während eines Besuches von Kamener Senioren in Unkel. Damals wurden Unkeler und der Gruppe zugehörige Kamener Kommunalpolitiker bei einem Glas Wein einig, dass doch auch oder gerade zwei so unterschiedliche Städte wie Unkel und Kamen Freundschaft schließen sollten. Nach verschiedenen Treffen von Vereinen, Verbänden und Institutionen aus beiden Städten folgte dann am 16.08.1980 der offizielle Austausch der Urkunden im Rahmen eines großen Freundschaftstreffens in Kamen. An diesem Fest nahmen viele Vereine teil, die bereits im Vorfeld Kontakte zur Partnerstadt aufgebaut hatten, z.B. Chöre, Schützenvereine und Orchester. Aber auch Handball-, Fußball- und Badmintonmannschaften hatten bereits Vereinskontakte geknüpft und festigten diese während und nach Unterzeichnung der Urkunden.

Nach 25-jähriger Städtefreundschaft beschlossen beide Städte diese Freundschaft in eine offizielle Städtepartnerschaft umzuwandeln. Am 18.06.2005 fand die offizielle Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden statt.

Unkel - PuetzgasseUnkel - Ansicht von der anderen Rheinseite

 

 

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