Partnerstädte

Die Stadt Kamen pflegt freundschaftliche Kontakte zu verschiedenenStädten im In- und Ausland.
Viele Kontakte sind bereits vor Jahrzehnten, z.B. mit Ängelholm/Schweden (40 Jahre Kamen –Ängelholm Partnerschaftsfest in Ängelholm vom 19.-22.4.2018), Eilat/Israel, Montreuil-Juigné/Frankreich (50 Jahre Kamen – Montreuil-Juigné Partnerschaftsfest in Montreuil-Juigné vom 10.-13.5.2018) oder Unkel am Rhein, entstanden. Weitere Partner- und Freundschaften wurden in den zurückliegenden Jahren mit Beeskow in Brandenburg, Bandirma in der Türkei und Sulecin in Polen geschlossen.

Bürgerreisen füllen die Beziehungen mit Leben. Die Verwaltung organisiert jährlich Reisen in die verschiedenen Partnerstädte. Eine gute Gelegenheit für Kamener Bürgerinnen und Bürger ihre Partnerstädt kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen.

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Ansicht des Strandes von Ängelholm, SchwedenDie Stadt Ängelholm wurde 1516 vom dänischen König Kristian II gegründet. Sie hat jedoch ihren historischen Ursprung in der mittelalterlichen Stadt Luntertun bei Rönnebro. Als Überbleibsel dieser mittelalterlichen Stadt ist nur noch eine Kirchenruine zu sehen. In Ängelholm leben heute etwa 41.000 Einwohner. Die Stadt liegt 26 km nördlich von Helsingborg, in der schwedischen Südprovinz Schonen (= Skåne), einer reizvollen Landschaft mit Kirchen und Kornmühlen.
Ängelholm ist geschätztes Urlaubsziel für Touristen aus Nah und Fern. Aufgrund der hervorragenden Bade- und Erholungsmöglichkeiten wurde Ängelholm als Seebad mit einem 5 km langen Sandstrand und mit den größten Dünen im Lande sehr bekannt. Ängelholms Umgebung mit Küstenlandschaften bietet dem Besucher viele sehenswerte Ausflugsziele und reiche Naturerlebnisse. In Ängelholm befinden sich Ferienhaussiedlungen in Stadtnähe, ein Waldgebiet mit gut angelegten Rad- und Wanderwegen, Schwimmhallen, eine Eishalle, Bootshafen und sogar ein 18-Loch-Golfplatz. Auch für den Sportangler gibt es hier keine Grenzen, denn Meer, Fluß oder Binnensee, alles liegt in unmittelbarer Nähe.

Kamen und Ängelholm sind durch eine langjährige Freundschaft verbunden. Bereits im Jahre 1958 wurden die ersten Kontakte zwischen Handballern des VfL Kamen und des Sierra Ängelholm geknüpft. Nachdem sich diese Beziehungen immer mehr ausweiteten, erfolgte im Jahre 1965 ein erster offizieller Besuch einer Delegation der Stadt Ängelholm in Kamen. Die freundschaftlichen Kontakte wurden weiter ausgebaut. Im Jahre 1968 kam es zum Austausch der Freundschaftsurkunden zwischen Ängelholm und Kamen. Damit war der Grundstein gelegt, die Freundschaft zwischen Ängelholm und Kamen noch weiter zu vertiefen. In der Folgezeit entwickelten sich immer engere Kontakte in den unterschiedlichsten Bereichen (Sport, Kultur, Berufsleben). Nach 10-jähriger enger Verbindung mit der Stadt Kamen wurde auf Anregung der Stadt Ängelholm am 20. September 1978 vom Rat der Stadt Kamen einstimmig beschlossen, die offizielle Partnerschaft mit Ängelholm zu vollziehen.
Der gegenseitige Austausch der Urkunden erfolgte am 16.10.1978 während einer Sitzung des Rates der Stadt Ängelholm.

Inzwischen ist die Städtepartnerschaft in fast allen Lebensbereichen fest verankert. In jedem Jahr finden Austauschmaßnahmen zwischen der Gymnasieskola Ängelholm und der Kamener Gesamtschule statt. Chöre führen Konzertreisen durch. 2017 wurde erstmals ein internationales Familienwochende in Kamen organisiert, neben deutschen und polnischen Teilnehmern waren auch Erwachsene und Kinder aus Ängelholm beteiligt.
Vom 19. – 22. April 2018 wird das 40-jährige Partnerschaftsjubiläum in Ängelholm begangen.
Die Stadtverwaltung bietet aus diesem Anlass eine Bürgerfahrt nach Schweden an.

Der kleine Fischerhafen von Bandirma, Türkei Die Hafenstadt Bandirma liegt in der Westtürkei am Marmarameer. Sie hat 145.000 Einwohner. Nach Istanbul ist Bandirma die zweitgrößte Hafenstadt am Marmarameer. Bandirma liegt an der Canakkale-Bursa-Ankara-Straße sowie der Zug- und Autoroute Istanbul-Izmir, außerdem verkehren täglich Fähren nach Istanbul.
Bandirma ist ein Zentrum der Geflügelzucht, zahlreiche Unternehmen produzieren und verarbeiten Hähnchen. Neben der Industrie wird durch die Nachbarstädte Erdek und Gönen der Tourismus stark gefördert.

20 km südwestlich von Bandirma liegt der Kuscenneti-Nationalpark, ein Naturschutzgebiet, das zahlreichen Vögeln, z.B. Kormoranen und Flamingos, Zuflucht bietet. Übersetzt nennt sich das Gebiet Vogelparadies. Jährlich veranstaltet die Stadt Bandirma ein großes Musikfestival, das den Namen Vogelparadiesfestival trägt.

Erste Kontakte zwischen Kamen und Bandirma wurden bereits 1987 geknüpft, als eine türkische Schülerin des Städtischen Gymnasiums Kamen in ihre Heimatstadt Bandirma zurückkehrte und von dort aus den Austausch zwischen dem Kamener Gymnasium und dem Gymnasium in Bandirma anstieß. Durch einen tragischen Verkehrsunfall verlor diese Schülerin kurz nach dem Aufleben der Besuche bei einem Autounfall ihr Leben. Für beide Gymnasien war gerade dies Anlass, die Kontakte aufrechtzuerhalten und auszubauen. Im Jahr 1997 wurde der offizielle Antrag des türkischen Bürgermeisters auf eine Partnerschaft mit Kamen gestellt.
Noch im selben Jahr wurde die offizielle gemeinsame Erklärung der Bürgermeister beider Städte unterzeichnet. Es folgten Besuche und Gegenbesuche von Delegationen und Schülern. Am 25.01.1999 wurde die offizielle Partnerschaftsurkunde in Bandirma unterzeichnet.

Seither haben zahlreiche Schülergruppen beider Städte an Begegnungen teilgenommen und gemeinsame Projekte veranstaltet.

In beiden Städten halten Freundeskreise engen Kontakt zueinander. Sie organisieren regelmäßig Begegnungen zwischen Mitarbeitern aus Politik und Verwaltung, Unternehmern wie Privatpersonen beider Städte.
Die Türkei war in der Vergangenheit dreimal Ziel einer Bürgerreise der Stadt Kamen. Bürgerreisen sind von der Stadt Kamen organisierte Rundreisen durch ein Land mit Begegnungen in einer Partnerstadt.

 Bandirma

Der 'Bergfried' von Beeskow, BrandenburgDie Stadt Beeskow in Brandenburg entstand Mitte des 13. Jahrhunderts am Spreeübergang der alten Straße von Lebus nach Luckau. Die im 14./15. Jahrhundert erbaute Stadtmauer wurde zwischenzeitlich teilweise restauriert, ihr markantester Punkt und gleichzeitig Wahrzeichen der Stadt bildet der mächtige Luckauer Torturm.
Die heutige Kreisstadt Beeskow mit ihren ca. 8.200 Einwohnern liegt 80 km südöstlich von Berlin und damit nur wenige Kilometer entfernt von Frankfurt/Oder direkt an der Spree. Mit seinen zahlreichen Seen, ausgedehnten Kiefernwäldern, forstlichen Versuchsrevieren und Landschaftsschutzgebieten bietet das Beeskower Land viel Natur pur. Eingerahmt wird es im Nordwesten von der Storkow-Scharmützelsee-Kette, im Westen von der Beeskower Hochfläche und den Rauenschen Bergen (148 m). Nordöstlich grenzt das Beeskower Land an das Schlaubetal. Bestimmt wird der gesamte Mittel- und Nordostteil vom Flußlauf der Spree.

Erste Kontakte zwischen Beeskow und Kamen entstanden im Jahr 1990, als die Stadt Beeskow mit einem Partnerschaftsangebot an die Stadt Kamen herantrat. Am 12.02.1990 wurde in Beeskow und am 04.03.1990 in Kamen nach einem ersten Treffen von Kamener und Beeskower Parlamentariern der jeweils einstimmige Ratsbeschluss gefasst, eine Partnerschaft einzugehen. Mit diesem Beschluss entstand eine Freundschaft, die vor allem im privaten Bereich eine breite Basis gefunden hat. Zahllose Bekanntschaften sind im Laufe der Jahre entstanden und viele Freundschaften entstanden aus ersten Begegnungen zwischen Vereinen und Verbänden beider Städte.

Kontakte bestehen zwischen Rat und Verwaltung der Partnerstädte, im wirtschaftlichen Bereich zwischen den Unternehmern und den Landwirten, aber auch im Sport- und Kulturbereich, z.B. im Leichtathletikbereich. So wurde 1990 ein Staffellauf nach Beeskow durch das Brandenburger Tor in Berlin durchgeführt. Weitere Kontakte entstanden z.B. zwischen Senioren, Handballern, Reitern, Schwimmern, Tennisspielern, Künstlern, Vogelzüchtern, Anglern, Orchestern und Chören. Diese Liste ist nicht vollständig, sie verdeutlicht die Vielfalt der bestehenden Kontakte.
Die Gesamtschule Kamen ist Partnerschule der Albert-Schweitzer-Gesamtschule Beeskow.

Die Feuerwehr Beeskow und der Löschzug Heeren-Werve halten engen Kontakt.

Eilat, Israel, vom Meer aus Eilat liegt am nördlichen Ufer des Roten Meeres (Golf von Eilat), am Fuß hoher Granitberge mit einer herrlichen Aussicht auf die umliegende Landschaft:
Das blaue Wasser des Golfs mit der jordanischen Hafenstadt Aqaba im Hintergrund, das weite Arava-Tal, die Edon-Berge im Osten und die Eilat –Berge im Westen.
Das Gebiet wurde 4000 v. Chr. zum ersten Mal besiedelt. Die erste jüdische Ansiedlung geschah während der Herrschaft König Salomons. Die Entwicklung der modernen Stadt begann mit der Gründung des Staates Israel im Jahr 1949. Seit dieser Zeit hatte die Stadt eine rasche Entwicklung genommen. Heute gehört Eilat mit seinen 40.000 Einwohnern zur internationalen touristischen Szene; Charterflüge bringen Tausende von Urlaubern jährlich hierher, so dass der Tourismus die Haupterwerbsquelle der Stadt geworden ist.
Das Wetter ist angenehm und ziemlich warm, auch während des Winters. Die Wassertemperatur beträgt konstant 25 Grad. Ein Unterwasserobservatorium bietet einen Blick in die Korallenwelt des Roten Meeres. Im Hinterland befindet sich eine großartige Wüste mit vielen Touristenattraktionen.

Am 17.05.1980 tauschten Eilat und Kamen die Partnerschaftsurkunden aus. Erste Kontakte zwischen Kamen und Eilat entstanden im Jahre 1977 durch einen Besuch von Jugendgruppenleitern des Stadtjugendrings Kamen in Eilat und dem damit eingeleiteten Austausch mit dortigen Jugendgruppenleitern. Die Beziehung wurde gefestigt und zu engen Bindungen und vielen Freundschaften weiterentwickelt. Im Jahre 1979 teilte Eilats Bürgermeister bei einem Besuch in Kamen mit, dass der Stadtrat von Eilat einstimmig beschlossen habe, Kamen die offizielle Städtepartnerschaft anzutragen. Nicht nur Rat und Verwaltung, auch alle Kamener Bürgerinnen und Bürger fühlten sich durch diese Geste Eilats ausgezeichnet und in den Bemühungen um Freundschaft, Verständigung und Aussöhnung mit anderen Völkern ermutigt und bestärkt. Der Rat der Stadt Kamen beschloss am 13. Dezember 1979 einstimmig, eine offizielle Partnerschaft mit der israelischen Partnerstadt Eilat einzugehen. Diese Städtepartnerschaft ist von dem Grundsatz geprägt, dass die Partnerschaft von den Begegnungen zwischen den Menschen lebt, Freundschaften geknüpft werden und somit die Menschen auch andere Mentalitäten, Verhaltensweisen und Lebensarten kennen- und verstehen lernen. Zum und im Zeichen der Partnerschaft finden Begegnungen zwischen Schülern des Gymnasium, Künstlern, der Gesamtschule und der Rabin High School, Sportvereinen, Fotografen, Chören, Gewerkschaften und Bürgern statt. Seit 1996 fördert der Verein „Freundeskreis Shalom Eilat e.V.“ aktiv die Verbindungen zwischen Eilat und Kamen.
Obwohl Eilat eine Stadt ist, die im Touristengewerbe stark gefragt ist, finden die Kamener Besucher immer eine herzliche Aufnahme und individuelle Betreuung.

Israel ist in diesem Jahr Ziel der Bürgerreise der Stadt Kamen. Vom 8. – 15. Oktober bereist eine Kamener Gruppe zunächst Israels Norden, dann die Region um das Tote Meer und schließlich Eilat am Roten Meer.

Das Rathaus von Montreuil-Juigné, Frankreich Montreuil-Juigné liegt 10 km nördlich von Angers, der Hauptstadt des Departements Maine-et-Loire. Im Jahre 1974 schlossen sich die Gemeinden Montreuil-Belfroy und Juigné –Béné aus wirtschaftlichen Gründen zur Gemeinde Montreuil-Juigné zusammen.
Heute hat Montreuil-Juigné 8.000 Einwohner. Die Universitätsstadt Angers ist Dienstleistungszentrum für die Region und Arbeitsort für die Mehrzahl der dort lebenden Menschen.
Gäste sind in Montreuil-Juigné immer gern gesehen. An der Mayenne, dem kleinen Fluss, der durch Montreuil-Juigné fließt, befinden sich ein Campingplatz und ein Freibad. Die Umgebung von Montreuil-Juigné und das nahegelegene Loiretal mit zahlreichen Schlössern bieten ideale Voraussetzungen für einen Fahrrad,- oder Wanderurlaub. Zurzeit werden sitllgelegte Bahntrassen in Montreuil-Juigné in Radwege ungewandelt.

Erste Kontakte zwischen den Bürgermeistern von Kamen und Montreuil-Belfroy entstanden im Jahre 1965 auf einem Treffen ehemaliger deportierter Zwangsarbeiter in Dortmund. Zunächst bestand die irrige Annahme, daß Montreuil-Belfroy (2.000 Einwohner) und Kamen (20.000 Einwohner) Städte gleicher Größenordnung seien. Dieser Irrtum klärte sich bald auf, konnte jedoch die angeknüpfte Freundschaft nicht trüben. Am 19. Dezember 1968 beschlossen der Rat der Stadt Kamen und der Rat der Gemeinde Montreuil-Belfroy einstimmig, die Partnerschaft miteinander einzugehen. Der Austausch der Partnerschaftsurkunden erfolgte im Jahre 1969 in Montreuil-Belfroy.

Seit 50 Jahren leben Bürgerinnen und Bürger aus Montreuil-Juigné und Kamen den Gedanken eines vereinten Europas. Von Beginn der Begegnungen bis heute übernachtet die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger bei Besuchen in Gastfamilien. Gastfreundschaft und herzliche langjährige Beziehungen kennzeichnen diesen Austausch. Eine eventuelle Sprachbarriere muss niemand fürchten. Das französische Partnerschaftskomité organisiert Deutschkurse für seine Mitglieder und interessierte Bürger. Nach einem Glas des guten Anjou-Weines schwinden alle Ängste vor der Fremdsprache.

Jährlich im Wechsel finden Begegnungen am Himmelfahrtswochenende in Kamen und Montreuil-Juigné statt. Seit mehr als 20 Jahren fahren Kamener Vereine, Bürgerinnen und Bürger im September für vier Tage zu den sogenannten „Kamener Tagen“ nach Montreuil-Juigné. Sie besuchen ihre Freunde, unternehmen gemeinsame Ausflüge und verleben einen deutsch-französischen Abend in geselliger Atmosphäre.
Nicht zu vergessen ist der jährliche Schüleraustausch zwischen dem Collège Jean Zay und dem Kamener Gymnasium, der schon den Grundstock für viele deutsch-französische Freundschaften legte.

Am Himmelfahrtswochenende vom 10. – 13. Mai 2018 feiern Franzosen und Deutsche gemeinsam das 50-jährige Partnerschaftsjubiläum zwischen beiden Städten.
Beteiligt sind neben offiziellen Vertretern aus Rat und Verwaltung, Vereine, Organisationen und Verbände, Grundschüler, die Musikschule, Landwirte, Sportler, Sänger, Künstler, Gästeführer und zahlreiche Privatpersonen.

Am 31.05.2003 wurde der Städtefreundschaftsring zwischen den Städten Kamen, Montreuil-Juigné, Eilat, Bandirma, Beeskow, Sulecin und Unkel im Rahmen des 35jährigen bzw. 30jährigen Partnerschaftsjubiläums zwischen Kamen und Montreuil-Juigné bzw. Kamen und Ängelholm in Kamen gegründet.

Die Folkloregruppe aus Sulecin, Polen Die über 10.000 Einwohner zählende polnische Stadt Sulęcin liegt im Tal des Flusses Postomia, des linken Nebenflusses der Warthe. Sie liegt ca. 120 km östlich von Berlin und
130 km westlich von Posen. Sie ist Kreisstadt in der Wojewodschaft Lebus und Sitz des Landkreises.
Sulęcin hat sich aus einer alten slawischen Siedlung entwickelt. 1249 verkaufte der schlesische Fürst Boleslaw Rogatka das Lebuser Land den brandenburgischen Markgrafen. 1269 wurde die Stadt im Kampf zerstört. Bis 1314 war der Templerorden, bis zur Auflösung der Stadt 1840 waren die Johanniter Besitzer der Stadt. Bis zum zweiten Weltkrieg war Zielenzig ein Zentrum der Holzindustrie. Seit der Besetzung durch die Rote Armee 1945 ist Sulęcin polnisch. Die Haupterwerbsquellen der Stadt sind die Holzindustrie, Landwirtschaft und Tourismus.
Bereits im April 1995 wurde durch den Verein inter pares, Deutsch-Polnischer Arbeitskreis e.V. angeregt, dass die Stadt Kamen Kontakt mit einer polnischen Stadt suchen soll, damit auf diesem Wege durch einen lebendigen Austausch eine Städtefreundschaft entstehen kann.
Anlässlich eines Arbeitsgespräches in der brandenburgischen Partnerstadt Beeskow zwischen Vertretern der Stadt Kamen und der Stadt Beeskow im Juli 1996, wurde auch über eine Kon-taktaufnahme mit der pollnischen Partnerstadt von Beeskow, Sulecin, 30 km von der deutschen Landesgrenze und 65 km von Beeskow entfernt, gesprochen.
Beeskow war schon zu DDR - Zeiten eng mit dem etwa 40 km östlich der Oder gelegenen Sulecin verbunden. Offizielle Vertreter beider Städte unterzeichneten 1997 eine Vereinbarung über die deutsch-polnische Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Sport, Tourismus und Geschichte. Seit 1997 wurde auch das Liceum Sulecin am Austausch der Kamener Gesamtschule mit der Albert-Schweitzer-Gesamtschule Beeskow beteiligt. 1998/99 folgte das Sprachprojekt "Unsere Landessprache", in dem der Sprachwandel der Jugendlichen in Ost und West zu vergleichen war. 2000/01 ging es in dem Geschichtsprojekt "Am Wendepunkt" um die Jahre 1945 und 1989. Alle Projekte wurden ausgezeichnet, Vertreter der Schulen in Berlin vom Bundespräsidenten empfangen. Zuletzt 2002/03 lautete das Thema "Unsere Lieder", es wurde das unterschiedliche Liedgut der Jugendlichen von 1945 bis heute unter die Lupe genommen. Die Projektergebnisse sind dokumentiert und in Kamen erhältlich.
Nach mehreren Kontaktaufnahmen zu Sulęcin, die zwischenzeitlich u.a. durch die Kamener Brieftaubenzüchter, entstanden, erfolgte im Juli 2000 ein erstes Treffen zwischen den beiden Bürgermeistern in Sulęcin.
Diese erste offizielle Kontaktaufnahme war gleichzeitig der Beginn gegenseitiger Besuche zwischen den Vertretern beider Städte und der Anfang einer Städtefreundschaft.
Am 03.Mai 2002 wurden die Städtepartnerschaften Kamen – Sulęcin und Sulęcin -Beeskow offiziell besiegelt.

Die Unterzeichnung beider Verträge fruchtete im Knüpfen von Kontakten zwischen deutschen und polnischen Schulen, Sozialhilfestellen sowie zwischen Senioren, Künstlern, Feuerwehrleuten, Anglern, Radfahrern, Sportlern und Imkern beiderseits der Grenze.

Im Mai 2012 wurde das 10jährige Partnerschaftsjubiläum mit Beeskow, Kamen und Sulęcin
in Sulęcin gefeiert. Musikalisch begleitet wurde die Feier vom Singekreis Heeren.
Im September 2012 wurde das Jubiläum in Kamen begangen. Bürgerinnen und Bürger aus Sulęcin, Beeskow und Kamen fuhren gemeinsam zum Wein- und Heimatfest nach Unkel.

Sulęcin und Polen waren bereits vier Mal Ziel der Bürgerreise der Stadt Kamen.

Jährlich sind Vertreter der Stadtverordnetenversammlung und Bürgerinnen und Bürger der Stadt Sulęcin zu Gast in Kamen. Kamener Bürgerinnen und Bürger besuchen Sulęcin Anfang Mai.

Sulęciner Jugendliche beteiligen sich gemeinsam mit Jugendlichen aus Montreuil-Juigné, Beeskow und Kamen an einem Jugendprojekt mit dem Titel 4friends. Vier Jugendliche und zwei Sozialarbeiter aus jeder Stadt treffen sich zu einem Film-, Kunst und Sportprojekt. Diese Begegnungen haben bisher in Kamen und Beeskow statt gefunden. 2018 findet das Jugendprojekt in Montreuil-Juigné statt.

Unkel schutzengelhaus Mittlere Webansicht Unkel liegt in Rheinland-Pfalz, ca. 60 km südlich von Köln. Der Ort wird erstmalig im Jahre 886 urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich gehen seine Ursprünge jedoch noch weiter zurück. Ursprünglich von 2 Flußarmen umflossen, von denen heute nur noch einer vorhanden ist, liegt Unkel direkt am Rhein. Erst im Jahr 1952 erhielt die heutige Stadt Unkel ihre im Jahre 1815 verlorengegangenen Stadtrechte zurück.
Sie ist außerdem die erste Stadt im Land der Reben und Wälder, eben Rheinland-Pfalz. Direkt an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen gelegen, bietet sie Erholungssuchenden und kulturell Interessierten aus beiden Bundesländern Ruhe, Erholung und vieles mehr. Durch ihre räumliche Lage ist sie gleichzeitig erste Station im Weinbaugebiet des Mittelrheins. Eingerahmt vom Rhein auf der einen, dem Westerwald und dem Eifelgebiet auf der anderen Seite, eingebettet zwischen dem Kranz des Siebengebirges und dem Basaltmassiv des Erpeler Ley, liegt Unkel inmitten der Natur, mit Wegen und Promenaden, die zum Wandern und Verweilen einladen.
Unkel war zeitweiliger Wohnsitz des Bundeskanzlers Willy Brandt. Das Willy-Brandt-Forum in Unkel ist einen Besuch wert.

Mit 5.000 Einwohnern bildet der Ort die kleinste Partnergemeinde Kamens.
Erste Kontakte entstanden bereits Mitte der 70er Jahre während eines Besuches von Kamener Senioren in Unkel. Damals wurden Unkeler und der Gruppe zugehörige Kamener Kommunalpolitiker bei einem Glas Wein einig, dass doch auch oder gerade zwei so unterschiedliche Städte wie Unkel und Kamen Freundschaft schließen sollten. Nach verschiedenen Treffen von Vereinen, Verbänden und Institutionen aus beiden Städten folgte dann am 16.08.1980 der offizielle Austausch der Urkunden im Rahmen eines großen Partnerschaftstreffens in Kamen. An diesem Fest nahmen viele Vereine teil, die bereits im Vorfeld Kontakte zur Freundesstadt aufgebaut hatten, z.B. Chöre, Schützenvereine und Orchester. Aber auch Handball-, Fußball- und Badmintonmannschaften hatten bereits Vereinskontakte geknüpft und festigten diese während und nach Unterzeichnung der Urkunden.

Seit einigen Jahren wandelt Unkel sich von der Rotweinstadt zur Kunststadt. Das traditionelle Wein,- und Heimatfest im September wird durch die Kunstaktion, „Kunst in den Unkeler Höfen“, bei der Anwohner ihre Gärten und Häuser für die Öffentlichkeit zugänglich machen, namhaften Malern, Bildhauern und anderen Künstlern einen außergewöhnlichen Ausstellungsort geboten. Die Stadt Kamen veranstaltet jährlich eine Bürgerfahrt zu diesem Fest am 1. Samstag im September.
Seitdem herrscht ein reger Austausch zwischen Kamen und Unkel, nicht nur im vereinspartnerschaftlichen Bereich, sondern vor allem auch auf privater Basis, denn Unkel ist mit einer räumlichen Distanz von ca. 150 km Kamens nächstgelegener Partner, der gerne für eintägige Ausflüge oder kurze Wochenendtrips angefahren wird.

Seit dem 18.06.2005 ist Unkel offizielle Partnerstadt von Kamen.

Unkel - PuetzgasseUnkel - Ansicht von der anderen Rheinseite

 

 

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